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14. Stimmwercktage 2018: Musica Divina

Unsere Gäste

 

Hans Schanderl – Composer in residence

Hans Schanderl

Für Hans Schanderl bleiben neben seinem Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover (u.a. Komposition bei Diether de la Motte) seine mehrjährigen und fortlaufenden Studienaufenthalte bei Meistern in Varanasi, Bangalore und Guwahati in Indien sowie am Staatlichen Konservatorium für Klassische Türkische Musik in Istanbul/Türkei und beim Staatlichen Nationalensemble „Ensemble National des Percussions de Guine“ in Conakry/Guinea von ebenso inspirierender Bedeutung für sein kompositorisches Arbeiten.

Zu seinen Lehrern zählen: Diether de la Motte, Harald Weiss, Anton Plate, …mer Shatiroglu, Behnam Manaheji, Noumoudy Keita, Bo-Sung Kim, Myunghyun Park, Charulatha Ramanujam und Manoj Baruah.

Seit dem Erfolg seines Debutwerkes „Joannes Baptista“ 1995 folgten zahlreiche internationale Kompositionspreise, Stipendien und Kompositionsaufträge, darunter: "Der Maschinist", große Oper für die Weltausstellung EXPO 2000 Hannover, „STRAHLUNGEN – Homage à Andrej Tarkowskji“ für großes Orchester 2001 zur Europa-Ausstellung 1000 Jahre Ottonen, „Passion – Stufen der Hingabe“ (Dresdner Musikfestspiele) 2006, "Mozart goes India" (Festival Mozartiana mit dem East- West-Divan Ensemble) 2008, „de l’eau – de la Quadrophonie“ für die Hilliard Ensemble Masterclass 2011, „Missa Millenium Bamberger-Domfestmesse“ 2012, „Sundog I“ für den Chor des Bayerischen Rundfunks mit Peter Dijkstra 2013, die Aerophonie-Luftsymphonie „auf den Flügeln des Gesangs“ für das Luftmuseum Amberg 2013, die deutsch-französische Produktion 2014 "Minland – Dinland", szenisches "Theater der Stimmen" über André Weckmann zum 100. Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkrieges, die audio-visuelle Inszenierung "Vdersol – Sundog" in Stockholm Storkyrka 2014 unter der Leitung von Gary Graden, 2015 die quadrophonische Raumkomposition „Gitanjali 100“ für ChorWerkRuhr unter der Leitung von Florian Helgath, „Air ’n g“ für das Korean National Orchestra for Traditional Instruments GUGAK 2016 in Seoul, 2017 UA „Im Traum gesungen“ Orchesterliederzyklus für Sopran, Bariton, Chor und Orchester.

Im Auftrag der Campanula Gesellschaft zur Förderung neuer Kompositionen unter der künstlerischen Leitung des langjährigen Solocellisten der Berliner Philharmoniker Georg Faust ensteht seit 2016 als Composer in residence ein fortlaufender Zyklus für die Gattung der Campanula- Streichinstrumente, die jeweils von Stipendiaten der Berliner Orchesterakademie uraufgeführt werden; jüngst erhielt er durch die Hochsee-Reederei MST einen Arbeitsstipendiumsaufenthalt auf dem Frachtschiff MV Barbara im Juli/August 2017, währenddessen er mit der Komposition einer audio-visuellen Schüttgut-Symphonie auf der Fahrt von Antwerpen nach Brasilien und Antwerpen beginnen konnte. Zum Weltwassertag 22.3.2018 in Luzern entsteht das audio-visuelle Gesamtkunstwerk der „Water- Symphony“ für Instrumentalensemble, Stimmen und Obertongesang zusammen mit der Obertonsängerin Anna-Maria Hefele und dem Luzerner Kammerchor Molto Cantabile unter der Leitung von Anfdreas Felber.

Sein Oeuvre umfaßt alle musikalischen Gattungen von Oper, Sinfonik, Kammermusik, Solowerken, Oratorium, Bühnenwerken, Elektronik und Vokalmusik. Die Bandbreite seines Spektrums vereint ein ausgeprägt eigener Personalstil in einer Ton- und Klangsprache, deren Ästhetik sowohl Traditionen reflektiert und zugleich neue Kombinationen und Ausformungen musikalischer Strukturen, Parameter und Ausdruckselemente zwischen den Kulturen und stilistischen Epochen eingeht.

Dies schlägt sich nieder in der Konzentration auf modale Ton-Materalien, in vokal- und instrumentalspezifischen Klangmodulationen des Frequenzspektrums als kompositorische Substanz per se, verknüpft mit pulsierender polyphoner Rhythmik in großformatigen dramaturgischen Entwicklungsabläufen.

Aufführungen seiner Werke finden mittlerweile weltweit in Asien (Korea, Japan, Indonesien, Singapur...), USA, Kanada, Kolumbien sowie in nahezu allen Ländern Europas statt.

   
 

Oltremontano

Oltremontano

Seit der Gründung von Oltremonano sind der flämische Radiosender KLARA und Oltremontano eng miteinander verbunden. Im Jahr 1983 lud Koen Uvin als Produzent Wim Becu zu einer Radioaufnahme von "Beeldmotteten" von Andreas Pevernage ein. Für dieses Projekt brachte Wim Becu eine Reihe von spezialisierten Musikern zusammen – und "Oltremontano" war geboren.

Der Name "Oltremontano" bezieht sich auf die berühmten flämischen Komponisten, die im Verlaufe des 15. und 16. Jahrhunderts die europäische Musik stark beeinflussten. Die Italiener nannten sie gli Oltremontani: "die Leute von der anderen Seite der Berge".

Bald nach seinem Debüt wurde Oltremontano eingeladen, an den Festivals von Brügge und Antwerpen teilzunehmen, und sie erwarben bald den Ruf als einer der führenden Ensembles weltweit im Bereich der Renaissance-Musik.

Oltremontano hat in einer Reihe von wichtigen Early Music Festivals, einschließlich Saint-Petersburg, Miami, Krakau, Utrecht und Regensburg konzertiert. In den letzten Jahren hat Oltremontano seine musikalische Bandbreite auf das 17. Jahrhundert ausgeweitet. Das Ensemble hat sich zu einer Plattform für die Förderung der historischen Posaunen und ihr Repertoire weiterentwickelt. In enger Zusammenarbeit mit dem Instrumenten-Hersteller Ewald Meinl entwickelte das Ensemble eine herrliche Kopie einer Posaune aus dem 16. Jahrhundert (Erasmus Schnitzer) in Sterling-Silber.

Der Kern des Ensembles besteht aus engmensurierten Posaunen und Zinken, genau wie die historischen Ensembles in Norditalien (Piffari) und Nord-Deutschland (Stadtpfeiffer), die von den lokalen Kommunen beschäftigt wurden. Die Besetzung von Oltremontano ist flexibel und auf die Anforderungen der geplanten Konzertprogramme angepasst. Der Kern der Instrumentalisten von Oltremontano wuchs im Laufe der Jahre stetig an. Jedes Mitglied ist ein hervorragender Interpret, aber auch an Forschung auf dem jeweiligen Instrument beteiligt. Als Ergebnis konnten viele vergessene Partituren und nicht veröffentlichtes Repertoire wieder zugänglich gemacht werden.

Die Gruppe arbeitet oftmals mit Vokalisten von Camerata Trajectina, Gesualdo Consort Amsterdam, Egidius-Quartett, Psallentes und Capella Cracoviensis zusammen. Oltremontano engagiert sich auch in innovative Partnerschaften und Cross-over-Projekte, wie sie in der Produktion von "VSPRS" zusammen mit "Les Ballets C de la B" umgesetzt wurde. Für den Zeitraum 2017-2021 ist Oltremontano Ensemble-in-Residence am königlichen Museum für Künste in Antwerpen. Oltremontano hat viele einzigartige Aufnahmen produziert, von denen alle begeistert von der Fach-Musikpresse rezensiert wurden.