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Marcus Schmidl, Bass

Marcus Schmidl

Wie so oft, ist über das Leben des Musikers Marcus Schmidl (Schmidt, Schmitt, Schmild, Schnidl, Achmidel) kaum etwas bekannt. Die Musikwissenschaft stützt sich auf einige wenige Dokumente, die etwas Licht ins Dunkel seines Lebens bringen.

Anhand eines kürzlich gefundenen anonymen Portraits mit einer genauen Altersangabe lässt sich jedoch als Geburtsjahr das Jahr 70/71 des letzten Jahrhunderts ermitteln. Allein die Tatsache der Existenz eines solchen Bildes weist schon darauf hin, dass seine musikalischen Fähigkeiten von verschiedensten Seiten recht hoch geschätzt gewesen sein mussten. Aus Immatrikulationsdokumenten, vor allem aus Regensburg und München, die ihn manchmal auch als „Marco Leone Profondo” führen, geht hervor, dass er seine ersten Unterweisungen als Knabenstimme an der Kathedrale in Regensburg unter dem damaligen Kapellmeister Ratzinger genossen haben muss. Danach taucht er erst wieder als Student der Musikwissenschaft an der Universität Regensburg auf, ehe er ab September 96 für fünf Jahre an der Musikhochschule in München als Gesangsstudent geführt wird. Auch vom Dom der bayrischen Landeshauptstadt sind Gehaltsverzeichnisse vorhanden, in denen er in unregelmäßigen Abständen immer wieder auftaucht.

Inzwischen muss er  –  was zahlreiche, zum Teil silbrig runde, Tondokumente in verschiedensten Archiven belegen  –  als Unterstimme diverser Vokalensembles ziemliches Aufsehen erregt haben. Einige Zeichnungen sowie eine Hand voll
überlieferter  –  leider recht unleserlicher  –  Bearbeitungen damals populärer Lieder zeugen von einer vielseitigen Begabung.