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STIMMWERCK: gyri gyri gaga

gyri gyri gaga

Auf dieser CD befindet sich eine exquisite Auswahl deutscher Lieder der Renaissance. Werke von bekannten Komponisten wie Heinrich Isaac oder Leonhard Lechner sind hier vereint mit wunderbaren Entdeckungen von Ivo de Vento, Matthias Greiter oder Leonhard Paminger.

Die mehrstimmigen Lieder, zum Teil mit Laute begleitet, geben einen kleinen Einblick in die Musikwelt des 16. Jahrhunderts, aber auch ein buntes Bild damaliger Unterhaltungs-Themen und Alltagssorgen. Melancholisches, Fröhliches und Derbes finden auf dieser CD zu gleichen Teilen ihren Platz.

Hörbeispiele (mp3):

Rezensionen:

Early Music Review 139 (12/2010), S. 28
(PDF, 55 kB)

Was es nach der ‚kirchenmusikalischen’ Einleitung auf die Worte „Audite nova” zu hören gibt, das kennt jeder Freund des deutschen Gesellschaftsliedes. Es geht der „feisten Ga-Ga-Gans” des Bauern von Eselskirchen an den Kragen: „Rupf, sie, zupf sie, sied sie, brat sie, z’reiß sie, friss sie...”. Was für ein Unterschied von dieser handfesten Lebensfreude à la Orlando di Lasso zum leisen „Ach Eislein, liebes Elslein mein” des Ludwig Senfl! Das sind Dinge, die (wie viele andere Lieder auf dieser CD) in jeder besseren Chormusik-Sammlung enthalten und entsprechend populär sind. Anderes  –  etwa „Es wollt ein Mägdlein grasen gan” von Heinrich Isaac  –  hat zumindest in Schulmusikbücher keinen Eingang gefunden, denn da verlangt die Dame schon in der zweiten Verszeile unverblümt: „Fick mich, lieber Peter!” Auch praktische Handlungsanleitungen hätte sie bereit, falls der Liebhaber der amourösen Sache nicht ganz so kundig wäre.

Einen weiten Bogen schreiten sie aus, die vier Herren vom Stimmwerck aus München  –  der Altus Franz Vitzthum, die Tenöre Klaus Wenk und Gerhard Hölzle sowie der Bass Marcus Schmidl, gelegentlich unterstützt durch Lautenist Christoph Eglhuber. Von Paul Hofhaimers „Meins Trauerns ist” bis zur frivolen, anonym überlieferten Miniatur über die Köchin des „Pfarrers von St. Veit”, die mehrmals, in immer gesteigertem Tempo wiederholt wird, bis sie hinterlistig-‚pfiffig’ ausklingt. Fünfviertelstunden pralle Lebensbilder aus dem 16. Jahrhundert, von derb bis sanft-schmachtend, frivol, dann wieder lautmalerisch oder poetisch. In dem anonym überlieferten Lied „Die Narren” kommen dutzendweise verhaltensauffällige Menschen vor. Auch „Chornarren” sind darunter. Solche kommen in der sorgsam die Affekte kolorierenden, aber nie überzeichnenden Wiedergabe von Stimmwerck voll auf ihre Rechnung.
„Was ist die Welt?” hat Ludwig Senfl gefragt, und die Noten sind in einer kreisförmigen Notenzeile gedruckt, ein kunstvoller Kanon, der vom Stimmwerck plastisch aufgefächert wird, auch mit gesummten Stimmen.

Concerto, 10/2009, S. 38

Ausführende:

Franz Vitzthum, Kontratenor
Klaus Wenk, Tenor
Gerhard Hölzle, Tenor
Marcus Schmidl, Bass
Christoph Eglhuber, Laute

Stückpreis: 15,00 EUR

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